Saphir, der königliche Stein..
Die bekannteste Farbe des Saphirs ist ein intensives blau, genauer "kornblumenblau".
Natürliche Saphire gibt es jedoch in fast allen Farben des Regenbogens und Nuancen - Pink, Rose, Violett, Gelb, Orange, Grün, Blaugrün oder sogar Weiss.
Ein weiteres besonderes Highlight bei den Saphiren sind die Padparadscha-Saphire. Sie gehören mit der speziellen Farbkombination aus Pink-Orange oder Orange-Pink zu der seltenste Farbe in dieser Gruppe und ist eine besondere Rarität die regelmässig Verkaufspreise erzielen, die weit über die Preisspanne normaler farbiger Saphire hinausgehen.
Es empfiehlt sich bei dieses rarer Variation, nur Edelsteine mit einem gemmologischen Zertifikat zu erwerben, welches zweifelfrei bestätigt, dass es sich um Padparadscha-Saphire handelt.
..und seine grosse Schwester der Rubin
Rubine gehören zur gleichen Familie wie Saphire - ihre verbindende Grundsubstanz ist Aluminiumoxid. Der einzige unterschied; es gibt sie nur in der Farbe rot.
Die begehrteste Rubinfarbe nennt man „Taubenblutrot“: ein tiefes, leicht bläuliches Rot, welches extrem selten und demensprechend sehr wertvoll ist.
Anhänger in Gelbgold 750, oekogold mit Rubin
Farbursache
An sich wären Saphir und Rubin durch ihre chemische Zusammensetzung (Aluminiumoxid) farblos. Erst winzige Mengen anderer Elemente sorgen für die unterschiedlichen Farben.
Die Farbe von Saphiren wird hauptsächlich durch Spurenelemente im Kristallgitter, die Verteilung deren im Kristall und durch Lichtabsorption verursacht.
Blaue Saphire
Für ihre Farben sind Eisen und Titan verantwortlich.
Andere Farben
Gelblich bis grünliche Steine enthalten Eisen.
Rosa bis Rottöne enstehen durch unterschiedliche Mengen an Chrom.
Violette Töne ergeben sich durch Spurenelemte von Vanadium.
Eine Mischung diverser Elemente lassen die Edelsteine in orange erscheinen.
Ebenfalls sind Edelsteine zu finden, die mehr als nur eine Farbe zeigen.
Besonderheiten
Rubine können Licht verstärken
Rubine enthalten Chrom-Atome, deren Elektronen durch Energiezufuhr angeregt werden können. Wenn sie in ihren Grundzustand zurückkehren, geben sie Licht in exakt gleicher Form wieder ab. Dieser Prozess – stimulierte Emission – führt dazu, dass Licht nicht nur erzeugt, sondern verstärkt und gebündelt wird. So wurde der Rubin, 1960 zum Material des ersten Lasers der Geschichte
Sternrubin
In speziellen Fällen kann man an der Oberfläche eines Rubin einen Stern sehen:
Dieser Effekt kann nur bei glatt gewölbten Schliffen (Cabochon) entstehen, wenn die winzigen nadelförmigen Einschlüsse aus Rutil in mehrere Richtungen angeordnet sind und Licht auf den Stein fällt. Das Licht wird entlang dieser Struktur reflektiert und der Stern erscheint. Je feiner und regelmässiger die Einschlüsse, desto klarer ist der Stern.
Farbwechselnde Saphire
Einige Saphire können ihre Farbe je nach Lichtquelle wechseln. Dieses faszinierende Phänomen ist kein optischer Trick, sondern beruht auf echter Festkörperphysik. Beim Farbwechsel-Saphir sind vor allem Chrom, Vanadium und Eisen beteiligt. Diese Atome sitzen im Kristallgitter und beeinflussen, welche Wellenlängen des Lichts absorbiert werden. Der Stein „filtert“ so bestimmte Farben heraus und lässt andere sichtbar werden.
Der entscheidende Punkt: Unterschiedliche Lichtquellen
- Tageslicht enthält einen hohen Anteil an blauen Wellenlängen
- Glühlampenlicht ist reich an roten und gelben Anteilen
Ein Farbwechsel-Saphir reagiert empfindlich auf diese Unterschiede. Er absorbiert je nach Beleuchtung verschiedene Teile des Spektrums – und erscheint deshalb in unterschiedlichen Farben. Auf atomarer Ebene handelt es sich um elektronische Übergänge in den Spurenelementen. Die Energieniveaus dieser Atome sind so angeordnet, dass sie auf verschiedene Lichtbereiche unterschiedlich reagieren. Dieses Zusammenspiel aus Kristallstruktur und Fremdatomen macht den Farbwechsel möglich.
Synthesen und künstliche Behandlungen
Der erste Edelstein, der erfolgreich synthetisch hergestellt wurde, war der Rubin.
Genauer gesagt gelang dies 1902 dem französischen Chemiker Auguste Verneuil mit dem sogenannten Verneuil-Verfahren. Dabei wird Aluminiumoxid geschmolzen und mit Chrom dotiert, wodurch die typische rote Farbe des Rubins entsteht.
Dieses Verfahren war der Startschuss für die moderne Edelsteinsynthes und die Grundlage für viele weitere synthetische Edelsteine wie Saphir, Spinell oder sogar der Diamant.
Quelle: https://www.mineralienatlas.de
Es gibt neben den Synhesen diverse andere künstliche Behandlungen die bei Saphiren und Rubinen zur Anwendung kommen:
Häufig in der Branche anzutreffen ist die "Glassfüllung".
Hierbei werden Risse im Korund, meist Rubin, mit Glas gefüllt, um deren Klarheit zu verbessern und den Stein optisch „makellos“ erscheinen zu lassen. Allerdings hat diese Methode eine geringere Haltbarkeit, ist empfindlich gegenüber Hitze und Chemikalien und die Edelsteine haben einen deutlich niedrigeren Marktwert.
Der Klassicher ist die Wärmebehandlung - Sie ist die häufigste und zugleich akzeptierteste Methode.
Durch Erhitzen auf bis zu 1800 °C werden Farbzonen ausgeglichen, unerwünschte Farbstiche reduziert und Einschlüsse teilweise „aufgelöst“. Das Ergebnis sind intensivere, gleichmässigere Farben und eine bessere Transparenz. Diese Behandlung gilt als Standard und wird im Handel meist akzeptiert.
Um Einschlüsse herum können bei der Hitzebehandlung häufig Sprengrisse entstehen
Quelle: https://www.ceylons.de
Eine Methode die deutlich kritischer zu bewerten ist als die reine Wärmebehandlung ist die Diffusionsbehandlung:
Bei der Diffusion werden Fremdatome z. B. Titan oder Beryllium in die Oberfläche des Steins eingebracht. Die Farbe entsteht nur in einer dünnen Schicht, Nachschleifen kann die Farbe teilweise entfernen. Diese Methode ist besonders bei günstigen Saphiren verbreitet.
Gut zu wissen
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Ohrhänger in Weissgold 750, oekogold mit gravierten Onxy und blauen Saphiren

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